Nicht nur bei der gesetzlichen Krankenversicherung haben sich ab diesem Jahr die Beitragssätze erhöht, sondern auch bei den privaten Krankenversicherern sind Beitragserhöhungen mittlerweile keine Seltenheit mehr. Der Hauptgrund für diese Erhöhung der Versicherungsprämien ist eindeutig die Kostenexplosion im Gesundheitswesen, was sowohl die GKV als auch die PKV betrifft. Bei den privaten Krankenversicherern wuchsen die Mehrausgaben im vorletzten Jahr (2009) mit mehr als 6,5 Prozent sogar um rund 30 Prozent schneller als bei den gesetzlichen Versicherern.
Gründe für die Kostenexplosion
Es gibt verschiedene Gründe, warum die Ausgaben bei den Krankenversicherern stetig ansteigen. Ein Grund sind die steigenden Kosten im Bereich der Arzneimittel. Und auch durch die aufgrund des Fortschritts in der Medizin immer höher werdende Lebenserwartung der Menschen hierzulande steigen die Ausgaben der Krankenversicherer stetig an. Hinzu kommt PKV-Bereich noch eine besonders „unangenehme“ Entwicklung, nämlich dass hier Leistungen praktisch fast gar nicht mehr mit dem einfachen Gebührensatz abgerechnet werden. Die Ärzte schöpfen diesbezüglich ihren möglichen Rahmen immer häufiger aus, sodass heute mehr als 80 Prozent aller Leistungen im Privatbereich mit einem bis zu 2,3-fachen Gebührensatz abgerechnet werden.
Beitragssteigerungen sind praktisch unvermeidlich
Wenn man bedenkt, dass die gesetzlichen Krankenkassen jährlich mit Milliarden Euro unterstützt werden, während die privaten Krankenkassen mit den steigenden Kosten und Ausgaben alleine „zurecht kommen“ müssen, dann sind auch weiterhin steigende Beiträge in der PKV nahezu unvermeidbar. Es ist natürlich für den Privatversicherten durchaus möglich, bei angekündigten Beitragserhöhungen die Krankenkasse zu wechseln, jedoch ist der Wechsel in der Praxis nicht selten mit Nachteilen bzw. Problemen verbunden. Das betrifft beispielsweise die (teilweise) Nicht-Mitnahme der gebildeten Altersrückstellungen oder eine erneute Gesundheitsprüfung. Dennoch gibt es für privat Krankenversicherte die Möglichkeit, die Beiträge zur PKV dauerhaft zu reduzieren. Im Folgenden werden fünf mögliche Strategien zur Beitragsreduzierung erläutert.
Strategien zur Beitragsreduzierung
Für Privatversicherte stehen mehrere Möglichkeiten zur Verfügung um eine Beitragsreduzierung zu erreichen. Welche davon gewählt wird, sollte gründlich abgewogen werden:
